About me

Hinter mir stehen Tausende. Ich kann sie in meinem Rücken spüren. Jeden Schritt, den ich gehe, gehen sie mit mir. Wenn ich schlafe, schlafen sie mit mir und ich träume in ihrer Sprache und von ihren Welten. Wenn ich in unsere modernen Schlachten ziehe, sei es ein Bewerbungsgespräch oder eine wichtige Prüfung, wenn ich innerlich zittere und das Gefühl habe auseinander zu fallen, mich mit dem Lernstoff verhaspele und meine, dem nicht gewachsen zu sein, sind sie immer noch da. Ich höre das Singen von Stahl, wenn sie ihre Schwerter aus den Scheiden ziehen, ich fühle das Knistern von Magie und das besänftigende Gewicht einer Waffe, die kein Mensch sich bis jetzt ausgedacht hat. Außer mir.

In meinem Kopf sind sie real.

 

Mein Name ist Fiona Buchalla, geboren 1996 in Hessen. Seitdem bin ich ziemlich viel herum gekommen und befinde mich zur Zeit in der Ausbildung zu Medizinisch technischen Laborassistentin, kurz MTLA. Was im Krankenhaus so anfällt, das landet bei mir im Labor. Und ja, leider nicht nur die coolen Sachen. Doch das ist es mir wert.

Ich seziere Organe, um ihre Anatomie zu verstehen, studiere Regelkreisläufe um die Komplexität des menschlichen Körpers zu erfassen. Ich untersuche die einfachsten, aber auch die gefährlichsten und tödlichsten Erreger dieser Welt. Doch genauso wie ich die Realität brauche, sehne ich mich nach dem Fantastischen

 

Schon als Kind habe ich viel gelesen und wollte bald Teil dieser Welten aus den Bücher sein. Und damit hat es wohl angefangen.

Ich besitze einen Haufen Bücher, die ich komplett umgeschrieben habe, immer mit einem neuen, zusätzlichen Charakter, mit dem ich mich verbunden fühlte.

Doch auch hier wollte ich mehr.

Schreiben wurde zu meiner Leidenschaft. Ich konnte nie so gut malen, wie ich es eigentlich wollte und war manchmal vielleicht auch ein wenig zu faul zum üben. Doch das Schreiben fiel mir leicht. Ich malte mit Worten.

Skripte meines elfjährigen Selbst lassen mich heute vor Scham erröten und kichern, denn sie sind natürlich sehr kindlich.

 

Irgendwann jedoch klopfte die Realität bei mir an. Ich hatte meinen Lebensweg zu planen, Prioritäten zu setzen und mich zu entscheiden: würde das Schreiben weiter Teil meines Lebens bleiben? Konnte ich gleichzeitig mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben und mit dem Kopf in den Wolken stecken?

So mancher Außenstehende hätte mir wohl abgeraten, da mich das Schreiben oft von allem Anderen abhielt. Noch heute schreibe ich am besten in der Nacht, wenn es draußen dunkel und still ist. Oft bereue ich dies am Tag.

Doch die Frage, ob ich beim Schreiben bleiben würde, erübrigte sich von selbst. Denn ich musste schreiben. Ansonsten hatte ich das Gefühl, irgendwann zu platzen. Und das ist noch heute so.

Ich bin ab fünf Uhr morgens auf den Beinen und komme erst spät zurück. Doch in meinem Kopf warten Tausende darauf, dass ich ihre Geschichten schreibe.

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